Arganöl wird gewonnen vom Arganbaum, einem circa 15 Meter hohen Baum, der im südwestlichen Marokko beheimatet ist. Hergestellt wird das Arganöl aus den Früchten des Baumes. Das Fruchtfleisch der Arganfrüchte ist nicht zum Verzehr geeignet, es umgibt aber einen Kern bzw. eine Nuss, welche die sogenannte Arganmandel enthält. Während die Größe des Kerns die Größe einer Haselnuss um das circa Dreifache übersteigt, ist die Arganmandel kleiner als ein Sonnenblumenkern.
Arganöl wird beispielsweise in der Kosmetik und im Lebensmittelbereich verwendet. Charakteristisch sind der Geruch und die Farbe des Öls – Arganöl zeigt eine goldene Färbung und riecht intensiv.
Traditionell wird das Arganöl in Marokko durch Handpressung gewonnen. Die Herstellung von Arganöl ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für viele marokkanische Familien. Die traditionelle Handpressung zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Qualitätsstufe und Herkunft der für das Öl verwendeten Früchte nachvollziehbar und transparent sind. Um das Arganöl manuell zu gewinnen, werden die Kerne der Arganfrüchte zunächst von ihrem Fruchtfleisch befreit. Die Kerne werden dann mithilfe von Steinen geöffnet, um an die Arganmandeln zu gelangen. Aufgrund der Dicke des Kerns ist dieses Verfahren sehr langwierig. Die Mandeln werden nun geröstet und zermahlen, im Anschluss werden die gemahlenen Arganmandeln mit Wasser vermischt, so dass sie eine breiige Konsistenz erhalten. Der resultierende Mandelbrei wird dann ausführlich geknetet, so dass schließlich Arganöl austritt.
Arganöl besteht zu 80 Prozent aus ungesättigten und zu 20 Prozent aus gesättigten Fettsäuren – in diesem Verhältnis ist es ungefähr vergleichbar mit weiteren in der Gastronomie verwendeten Pflanzenölen. Gefragt ist Arganöl unter anderem aufgrund seines seltenen Vorkommens.