Blutdruckmessgerät mit Stethoskop

Die Blutdruck-Messmethode mit Stethoskop geht auf den russischen Arzt Nikolai Sergejewitsch Korotkow zurück, die er 1905 erstmals der Öffentlichkeit vorstellte. Die nach ihm benannte Korotkow-Methode misst den Blutdruck durch Auskultation (Abhören) mit dem Stethoskop. Dabei wird eine mit einem Manometer (Druckmessgerät) verbundene Druckmanschette um den Oberarm gelegt und so stark aufgeblasen, dass der Druck der Manschette höher ist als der Druck der Arterie. Damit wird kein Blut mehr durch die Arterie gepumpt, weil sie völlig abgedrückt ist. Nun lässt man langsam die Luft aus der Druckmanschette und hört dabei mit dem Stethoskop die Geräusche der Arterie unter der Manschette ab. Mit dem Sinken des Drucks wird eine Art Klopfton hörbar, welcher dann eintritt, wenn das Herz wieder Blut durch die Arterie pumpt. Dies wird auf dem Manometer als der obere oder systolische Wert gemessen. Das Ausbleiben des Klopftons, wenn das Blut wieder ohne Hinderung normal durch das Gefäß fließt, zeigt den unteren oder diastolischen Wert an. Obwohl Druck heute mit Pascal gemessen wird, werden die Blutdruckwerte auch auf den neuen modernen Geräten immer noch in den alten historischen Messwerten mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben. Wird beispielsweise ein oberer Wert von 120 mmHg und ein unterer von 80 mmHg ermittelt, so spricht man von einem Blutdruck von 120 zu 80. Dieser Wert ist ungefähr die Norm bei einem erwachsenen Menschen.

Druckmanschetten mit eingebautem Stethoskop liefern sehr sichere Ergebnisse, da das Stethoskop direkt auf der Arterie unterhalb der Manschette liegt und somit exakt positioniert ist. Die neuen elektronisch gesteuerten Geräte blasen die Manschette automatisch auf den richtigen Druck auf und hören die Geräusche während des Ablassens der Luft ab. Sie liefern die Messergebnisse bequem auf einem Display. Diese Blutdruckmessgeräte eignen sich gut für den privaten Gebrauch zu Hause um täglich die Blutdruckwerte zu kontrollieren.

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